PRAXIS FÜR PSYCHOTHERAPIEWWW.PRAXIS-SCHUMACHER.NET
   Was ist Kognitive Verhaltenstherapie?
Home
Terminanfrage
Angebote
Kosten
Ansichten
Antworten
Anfahrt
Störungen
Materialien
Publikationen
Buchtipps
Bibliothek
Selbsttests
Videos
Therapeuten
Links
Politisches
Sitemap

 

Aaron Beck & Albert Ellis Die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) umfasst sowohl kognitive (= die Erkenntnis betreffende; Gedanken, Bewertungen, Interpretationen, Vorstellungen und Überzeugungen) als auch verhaltensbezogene Techniken. Sie hat sich seit den 50er Jahren aus der "klassischen" Verhaltenstherapie entwickelt. Wichtige Vertreter der KVT sind Aaron Beck , Albert Ellis sowie Donald Meichenbaum , denen gemeinsam ist, dass sie sich verstärkt mit inneren gedanklichen und vorstellungsmäßigen Prozessen auseinandergesetzt haben. Gemeinsame Grundannahme ihrer Theorien ist, dass sowohl Gefühle (Emotionen) als auch beobachtbares Verhalten wesentlich durch Gedanken, Überzeugungen, Vorstellungen und Interpretationen (d. h. durch kognitive Vorgänge) beeinflusst werden.
Als ein Leitspruch der KVT kann der vom griechischen Philosophen und Stoiker Epiktet (90-138 n. Chr.) geprägte Satz gelten: "Nicht die Dinge an sich beunruhigen den Menschen, sondern seine Sicht der Dinge!"

Deshalb wird in der KVT daran gearbeitet, ungesunde und problematische ("dysfunktionale", "irrationale") Denkweisen, Überzeugungen, Vorstellungen und Interpretationen, die häufig mit psychischen Problemen einhergehen, zu verändern. Ein typisches Beispiel für eine solche "irrationale Überzeugung" ist die von Ellis gerne angeführte Gedankenkette: "Ich muss von allen geliebt und gemocht werden, wenn dies nicht der Fall ist, so ist das ganz schrecklich." Solche Gedanken führen häufig sowohl auf der Gefühls- als auch der Verhaltensebene zu Problemen. Beispielsweise können dadurch soziale Ängste und Unsicherheiten im Kontakt mit anderen Menschen bedingt sein. In der Kognitiven Verhaltenstherapie werden solche ungesunden und Stress auslösenden Gedanken hinterfragt, bearbeitet und in ihrer Angemessenheit diskutiert. Ziel ist es, die dysfunktionalen und irrationalen Gedanken und Überzeugungen durch gesunde und bewältigungsförderliche zu ersetzen und damit das emotionale Wohlbefinden und das eigene Verhalten in positiver Weise zu verändern.

Neben kognitiven Techniken haben in der KVT auch verhaltensbezogene Techniken, wie sie aus der "klassischen" Verhaltenstherapie bekannt sind, einen hohen Stellenwert. Grundannahme dabei ist, dass ungünstige, problematische Verhaltensweisen erlernt wurden und deshalb prinzipiell auch wieder verlernt werden können. Wichtige verhaltensbezogene Strategien sind zum Beispiel der Aufbau von selbstsicherem Verhalten, die Einübung von Entspannungsverfahren oder die gezielte Konfrontation mit gefürchteten Situationen oder Objekten.

Sowohl kognitive als auch verhaltensbezogene Techniken haben sich insbesondere bei der Behandlung von Ängsten und Phobien, Depressionen sowie Zwängen als sehr effektiv erwiesen. Dies ist vielfach wissenschaftlich untersucht und belegt worden. Deshalb wird die (Kognitive) Verhaltenstherapie neben tiefenpsychologischen und psychoanalytischen Verfahren von den gesetzlichen Krankenkassen als wissenschaftlich fundiertes Therapieverfahren anerkannt und auch bezahlt.

Kognitive Verhaltenstherapie kann prinzipiell bei einem breiten Spektrum von Problemen angewendet werden. Sie unterstützt den Patienten schon sehr frühzeitig, seine eigene Probleme selbst immer besser "in den Griff" zu bekommen und sein Leben erfolgreicher und zufriedener zu meistern.

// Literaturempfehlungen für Patienten und Therapeuten
 
 
 Impressum // Webdesign by Jörg Schumacher and Matthias Gromes // // Besucherstatistik